Das Buch: Liza Cody: Krokodile und edle Ziele. Kriminalroman. Übersetzt von Else Laudan. Digitale Lizenz. CulturBooks Longplayer, September 2017. 432 Seiten. 13,99 Euro. ISBN 978-3-95988-088-6

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Das Buch

Als Lady Bag aus dem Knast entlassen wird, stehen alte Freunde parat, um ihr Asyl anzubieten. Natürlich auch, um der alten Säuferin einen Schubs in die richtige Richtung zu geben. Denn Schmister, der weiterhin daran arbeitet, eine Frau zu werden, und Pierre, der nette Mechaniker, haben bei einer Bürgerlichen namens Cherry ein neues Zuhause für sich und für Elektra gefunden, Lady Bags treue Greyhound-Gefährtin.
Aber Angela May Sutherland weiß: Das mit den Freundschaften ist ein zweischneidiges Schwert. Ehe man sich’s versieht, hat man sich auf Verpflichtungen eingelassen, hat Emotionen und Verantwortung am Hals. Als könnte man die Bürden der anderen gebrauchen, wenn man doch kaum die eigene Versorgung auf die Reihe kriegt.
Apropos Versorgung: Eine Pulle vom Algerischen Roten wäre wirklich hilfreich. Denn die einstige Baglady muss sich wohl oder übel auf die Suche nach dem kleinen Sohn einer Knastgenossin machen. Das ist eine echte Bringschuld, immerhin sitzt die Mutter auch ihretwegen noch auf Jahre im Kittchen fest.
Genervt und etwas desorientiert zieht Lady Bag los, um die Sache mit dem Kind hinter sich zu bringen. Doch das Elend, auf das sie stößt, ist noch viel größer als erwartet. Allein kann sie gar nichts ausrichten. Aber Pierre und Schmister hinzuziehen erweist sich als kapitaler Fehler, der alles nur noch schlimmer macht …

Die herbeigesehnte Fortsetzung des grandiosen Romanerfolgs »Lady Bag« setzt sich mit Verve auf die Fährte des ganz normalen Wahnsinns unserer Welt. Zwischen den abgewrackten Wohnsilos sozialer Brennpunkte und selbstgerecht-stolzem Bürgeridyll ringt Liza Codys liebenswerte Heldin um Durchblick und um die Kraft, ausnahmsweise das Richtige zu tun.

Lizenz: Ariadne

Über die Autorin
Liza Cody studierte Kunst und arbeitete u. a. als Roadie, als Fotografin, Malerin und Möbel­tischlerin, bevor sie zum Schreiben kam. Ihre Kriminal­romane um die Londoner Privatdetektivin Anna Lee wurden mit etlichen Preisen ausgezeichnet, in viele Sprachen übersetzt und fürs Fernsehen verfilmt. In den 1990ern begann sie mit der als Genrebreaker berühmt gewordenen Bucket-Nut-Trilogie um Catcherin Eva Wylie, für die sie u. a. den Silver Dagger erhielt (deutsche Titel: Was sie nicht umbringt, Eva sieht rot, Eva langt zu). Seitdem folgten sehr unterschiedliche Romane, welche die Lust am Experimentieren mit ausgefuchsten Genre-Anleihen verbindet. Für »Lady Bag« (erschien in England 2013, deutsch bei Ariadne 2014) erhielt sie den Deutschen Krimi Preis 2015. Auch ihr zuletzt erschienener Roman »Miss Terry« führte monatelang die Krimibestenliste an und wurde mit dem Deutschen Krimi Preis 2017 ausgezeichnet. Liza Cody lebt in Bath und schreibt weitere Romane.