Das Buch: Matthias Penzel, Ambros Waibel: Rebell im Cola-Hinterland. Jörg Fauser. Die Biografie. Neuauflage. CulturBooks Longplayer, April 2014. 330 Seiten. 7,99 Euro. ISBN 978-3-944818-39-9

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Über das Buch
Am 16. Juli 2014 würde Jörg Fauser siebzig Jahre alt werden. Nicht erst seit seinem frühen und rätselhaften Unfalltod 1987 gehört Jörg Fauser, der mit seinem autobiografischen Roman »Rohstoff« eines der Schlüsselbücher der deutschen Literatur nach ’68 schrieb, zu den schillerndsten deutschen Autoren. Doch Fauser war nicht nur ein außergewöhnlicher Autor, er hatte auch einen außergewöhnlichen Lebensweg. Vater Künstler, Mutter Schauspielerin, beide Antifaschisten. Jörg Fauser brach Schule und Ersatzdienst ab, ging Anfang der sechziger Jahre nach London, beschäftigte sich intensiv mit der neuen angloamerikanischen Jugendkultur. Er wurde heroinabhängig, lebte im Istanbuler Junkieviertel Tophane, mischte 1968 in den Berliner Kommunen mit, dann im Frankfurter Häuserkampf.

Literarisch orientierte sich Jörg Fauser zunächst am amerikanischen Beat und experimentierte mit Formen wie Cut-up; gleichzeitig machte er sich als Literaturkritiker einen Namen. Und immer war Fauser ein unbestechlicher Kritiker deutscher Zustände, der früh den Links- und Hippiemuff durchschaute, ohne jemals Moden zu folgen oder zum Mainstream zu wechseln.

Grundlage dieses Buches ist die Erschließung bislang nicht publizierter Originalquellen sowie Interviews mit Weggefährten. So ist die erste Biografie über Jörg Fauser auch eine politische und kulturelle Geschichte der BRD vor 1989.

Pressestimmen
»Den Verfassern gelingt es glänzend, Fausers Entwicklung als Autor wie als Mensch, sein literarisches Schaffen und seine Bedeutung für die deutsche Literatur der späten achtziger Jahre zu verbinden, ohne das vorgegebene Material zu verbiegen« (Die Zeit)

»…rasant…« (Barbara Dickenberger in LeseZeichen, Bayerisches Fernsehen)

»…umwerfend gut recherchiert, spannend geschrieben…« (Der Spiegel)

»…die akribisch recherchierte, sehr unterhaltsame Fauser-Biografie liefert ganz nebenbei eine erfrischend polemische Entwicklungsgeschichte der Bundesrepublik« (AZ München)

»In dem akribisch recherchierten Buch beleuchten die Autoren Matthias Penzel und Ambros Waibel das Leben des Literaten« (Frankfurter Rundschau)

»Sie erzählen skrupulös und detailreich ein Leben, das mit einem Spaziergang auf der Autobahn, ausgerechnet an seinem 43. Geburtstag, ein frühes und legendenträchtiges Ende nimmt, machen aber nicht den Fehler, das Werk auf die Vita zu reduzieren. Vielmehr beharren sie immer wieder mit guten Beispielen auf dem vielseitigen Stilisten, begnadeten Melancholiker, eben dem Künstler« (taz – die tageszeitung)

»Dies ist die erste – und sehr lesenswerte – Fauser-Biografie« (Netzeitung)

»Eine Fleißarbeit. Jede Minute, für die es Zeugen gibt, ist für die interessierte Nachwelt festgehalten« (Basler Zeitung)

»Ich weiß nicht, wer dieses Buch hätte besser schreiben können« (Franz Dobler in junge Welt)

»…gut recherchiert und mit Tempo geschrieben…« (Süddeutsche Zeitung)

»In akribischer Puzzlearbeit haben die beiden Autoren das über lange Phasen recht abenteuerliche Leben des Schriftstellers rekonstruiert und viele Zeitzeugen befragt« (Daniel Guthmann, Deutschlandradio)

»Die überfällige Biographie wird nicht nur die hebephrene Stammklientel von Fauser erfreuen, sondern ein notwendiger Beitrag zur Deutschen Literaturgeschichte nach 1945 werden…« (Plärrer, Nürnberger Stadtmagazin)

»Ein Muss für alle, die ein Interesse an der deutschen Beat-Generation haben« (Saiten)

»…detailversessen, kenntnisreich und erhellend … erweist sich die Biografie als differenzierter Stimmungsbericht jener Jahre zwischen 1964 und Fausers Tod 1987« (Tip Berlin)

»Gut recherchiert; unverschämt gelungen in der Polemik nach allen Seiten; gnadenlos im Erfinden von erhellenden Sottisen … wer bei ’Kanonfutter’ nicht neidlos in die Knie geht, kann kein guter Mensch sein« (Carl Weissner)

»…aufwändig recherchiert…« (Berliner Zeitung)

»Penzel und Waibel lassen ihn einerseits aus der Vergessenheit und dem Schatten seiner Texte treten, andererseits beleuchten sie getreu Fausers Literaturanspruch, Leben und Literatur als Teil der (Kultur-)Geschichte« (goon Magazine)

»Eher als nur ein nüchterner Bericht, ist die Biografie Jörg Fausers von Matthias Penzel und Ambros Waibel eine flammende Parteinahme und Aufforderung, diesen vielseitigen Autor zu lesen oder wieder zu lesen« (Daniel Dubbe, NDR)

»Wer eine literarische Entdeckungsreise beginnen, wer endlich wieder gute, spannende Literatur lesen will, wer Unverlogenes entdecken will, der kann mit dieser Biographie beginnen und dann auf die Jörg Fauser-Entdeckungsreise gehen« (Stadtmagazin, Krefeld)

»Die Biografie ist so geschrieben, dass Fauser sie gern gelesen hätte« (Stefan Maelck, MDR)

»Empfehlenswert bleibt nach wie vor auch die ausgezeichnete Fauser-Biografie Rebell im Cola-Hinterland von Matthias Penzel und Ambros Waibel« (Werner Mathes in stern)

Über die Autoren
Matthias Penzel, geboren 1966 in Mainz. Zehn Jahre in London als Korrespondent und Chefredakteur diverser Zeitschriften. Seit 2000 in Berlin journalistisch tätig für Spiegel-Online, Wired, über Literatur vornehmlich für Frankfurter Rundschau und Rolling Stone. Nach Rebell im Cola-Hinterland wurden der Roman TraumHaft 2004, die Kulturgeschichte des Automobils Objekte im Rückspiegel… u. a. veröffentlicht. Er arbeitet seit 2012 als Redakteur der Zeitschrift Octane.

Ambros Waibel, geboren 1968 in München, studierte Germanistik und Italianistik in München, Marburg und Venedig und schloss das Studium mit einer Monographie über Jakob Arjouni ab. Als Regisseur und Regieassistent an freien und staatlichen Bühnen, journalistisch tätig für jungle world, kulturnews u. a. Drei Erzählungsbände: Schichten 1999, My privat BRD 2002 und Imperium Eins 2003. Seit 2008 Redakteur der taz.